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Europa. Mit links verstehen, von unten verändern.
Kritisch und kreativ zur Europapolitik. Initiativen und Netzwerke für ein anderes Europa.
Das europäische Bildungsangebot der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

We are the PIGS

PIGS

PIGS – ein Ausdruck, der sich in der Krise für die “Pleitestaaten” Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien entwickelt hat. Wer sind die “Schweine”? Und werfen wir wirklich – wie weithin geglaubt – Perlen vor die Säue?

Die Boulevardzeitung mit den “vier Großbuchstaben” titelt seit Beginn der Krise über Gyros-Konten, Pleite-Griechen und Luxusrenten und ruft die Griechen auf, ihre Inseln zu verkaufen. Diese einseitige Berichterstattung ist nicht nur dumm sondern auch gefährlich. Sie lässt das Schicksal des griechischen Volkes verblassen und schürt bewusst Vorurteile. Menschen werden gegen ein Volk gehetzt, das vermeintlich faul und verlogen ist, indem man die Komplexität der Finanzkrise auf Stammtischniveau herunterbricht und Meinung macht.

Wir wollen wissen, wie die Menschen in Griechenland wirklich von der Krise betroffen sind. Auf einem Road Trip von Thessaloniki bis Kalamata begegnen wir Menschen, die bereit sind, uns ihre Geschichte zu erzählen. Mit Fotoausrüstung, Wörterbuch, Notizblock, Offenheit und Neugier sind wir auf der Suche nach einer Wahrheit jenseits der Bilder in den Massenmedien und den polemischen Plattitüden der Politiker.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Griechenland ist der Anfang. Das PIGS Projekt ist ein europäisches Projekt. Nach und nach werden wir die Opfer der Krise, die “Pigs”, in Spanien, Italien, Portugal und Irland treffen und ihre Geschichten sammeln. Ihre Gesichter, ihre Lieblingsorte, ihre Familien portraitieren. Ihre Bilder und Worte aufzeichnen, um zu zeigen, wie sich Europa durch die Krise verändert. Die Ergebnisse werden als Ausstellung veröffentlicht. Ziel ist ebenfalls, einen Bildband mit den gesammelten Porträts aus den Krisenländern in verschiedenen Sprachen zu produzieren und zu veröffentlichen.

Wir suchen nicht nach “Opfern”, “Schweinen” oder “DEN Griechen”. Wir möchten gegen die Volkshetze ankämpfen und Pauschalisierungen vermeiden. Hierbei richten wir uns an alle, die sich für die Auswirkungen unseres finanzmarktgesteuerten Systems interessieren und dieses kritisch hinterfragen; für die hinter roten Zahlen nicht nur falsche Haushaltspolitik und Korruption, sondern Menschen stehen.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Wer neben der alltäglichen Berichterstattung über die PIGS als Betrüger wissen möchte, wie die Menschen vor Ort mit der Krise umgehen, wer ahnt, dass auch Deutschland nicht ewig von seinem ehemaligen Status als Exportweltmeister zehren kann, wer Zusammenhänge verstehen will und weiß, dass der Kapitalismus in seiner bisherigen Form ausgedient hat, wer neugierig, offen und kritisch ist, wer glaubt, dass es kreative Alternativen zum bestehenden System gibt, wer Mut, Wut und Träume hat, der und die sollte unser Projekt unterstützen!

Werde ein Teil dieses Nonprofit-Projektes; jeder noch so kleiner Beitrag bringt uns weiter! Wir sind für jede Unterstützung dankbar und revanchieren uns mit einem kleinen Dankeschön!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Jeder Euro fließt in das Projekt. Wir finanzieren davon die Fotoausstellung, evtl. Übersetzungen und die Reisekosten (Flüge und Transport vor Ort).

Das Projekt ist nur mit Euch realisierbar! Wir bieten Idee und Zeit (natürlich unbezahlt), brauchen aber Eure Unterstützung!

Link: http://www.startnext.de/we-are-the-pigs

Autorin: Sonja Giese, Mareike Lambertz

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